2009
Freitag, 24.07.2009
Am Donnerstag, dem 23. Juli 2009, besuchte Bundesforschungsministerin, Dr. Annette Schavan, in Begleitung von Brandenburgs Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, die Fachhochschule Potsdam, um sich über aktuelle Forschungsergebnisse und Forschung an Fachhochschule zu informieren.
Erste Station war die »mæve«-Installation, die die Interfacedesigner der Fachhochschule Potsdam anlässlich der Architektur-Bienale in Venedig im Herbst 2008 entwickelt haben. »mæve« besteht aus einer interaktiven Oberfläche, auf der mittels einer Reihe von Spielkarten einzelne Architekturprojekte repräsentiert und Beziehungsgeflechte zwischen Personen, Projekten und Konzeptionen visualisiert werden. Es macht den Ministerinnen sichtlich Spaß mit den Spielkarten zu agieren und immer neue Netze entstehen zu lassen.
Nach einem kurzen Gang über den Campus stellte der Rektor der Fachhochschule Potsdam, Prof. Dr.-Ing. Johannes Vielhaber, im neuen Hauptgebäude der FHP die Forschungsstrukturen an der Fachhochschule Potsdam vor. Neben einem Master-Kolleg, das bereits Bachelor-Studierende an Forschung heranführt, hob er insbesondere die neu geschaffenen Forschungsprofessuren hervor, die es Fachhochschulprofessoren ermöglichen, sich bei verminderten Lehrdeputat verstärkt der Forschung zu widmen. An der Fachhochschule Potsdam bilden diese Forschungsprofessuren den Grundstock für ein Innovationskolleg zum Thema „Stadt-Klima Potsdam“, das im Herbst 2009 seine Arbeit aufnehmen wird.
Eine Besonderheit der Brandenburger Hochschullandschaft ist auch das kooperative Promotionsprogramm von Universität Potsdam und Fachschule Eberswalde, das der Präsident der FHE, Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson, kurz vorstellte. Zum Thema „Klimaplastischer Naturschutz: Erhalt der biologischen Vielfalt unter den Bedingungen des beschleunigten Umweltwandels“ werden in enger Vernetzung der beiden beteiligten Hochschulen insgesamt neun Dissertationsprojekte durchgeführt. Weit mehr als 100 Nachwuchswissenschaftlicher haben sich für das Programm, das aus Mitteln der beteiligten Hochschulen sowie des MWFK finanziert wird, beworben.
Bundesforschungsministerin Schavan nahm ihren Besuch zum Anlass, die Fachhochschulen für ihren „hohen Anteil am Innovationssystem“ zu loben und klar zustellen, dass es sich eben nicht um Universitäten zweiter Klasse handelt, sondern etwas anderes. Für die nächste Legislaturperiode kündigte die Bundesforschungsministerin einen Sonderfonds des Bundes für die Forschungsförderung an Fachhochschulen an, bevor sie – nach einem Abstecher durch die moderne Bibliothek der FHP zu ihrem nächsten Termin entschwand.
Foto 1:
Boris Müller, Leiter des Studiengangs Interfacedesign, stellt Bundesforschungsministerin Schavan und ihrer Brandenburger Kollegin Wanka – sekundiert vom Rektor der FHP, Johannes Vielhaber, die »mæve«-Installation vor (v.l.n.r.)
Foto 2:
Der Präsident der Fachhochschule Eberswalde, Wilhelm-Günther Vahrson (2. von rechts), und der Rektor der Fachhochschule Potsdam, Johannes Vielhaber (2. von links) geleiten Bundesforschungsministerin Annette Schavan (Mitte) und Wissenschaftsministerin Wanka (ganz links) ins Hauptgebäude der FHP.
Foto 3:
FHP-Rektor Vielhaber (ganz rechts), und FHE-Präsident Vahrson (ganz links) erläutern Bundesforschungsministerin Schavan (2. von rechts) und Wissenschaftsministerin Wanka (2. von links) die Forschungsspezifika ihrer Hochschulen.
Foto 4:
Für einen kurzen Rundgang durch die moderne Hochschulbibliothek und …
Foto 5:
das Foyer des neuen Hauptgebäudes der FHP bevor sich die Bundesforschungsministerin verabschieden und auf den Weg zu ihrem nächsten Termin machen musste.
letzte Änderung: 08.02.2010 ›Kerstin Riess ›Impressum ›Druckversion
