







NATURWISSENSCHAFTEN
Thema:
Beitrag zur Erhaltung, Sicherung und Dokumentation der bedrohten Weltkulturerbestätte „Mausoleum Ischrat Khane“ in Samarkand, Republik Usbekistan
Projektleitung FHP: Prof. Dr. Martina Abri, Prof. Dr. Steffen Laue,
Kooperationspartner:
Institut für Bauforschung und Erhaltung (IBB)
Laufzeit: 2009-2010
Finanzierung: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Das Mausoleum Ischrat Khane zählt zu den baukünstlerisch bedeutendsten Monumentalbauten Samarkands, es ist gleichzeitig der einzige nicht restaurierte Monumentalbau Samarkands.
Im Rahmen des Projektes sollen schrittweise, nach entsprechender Objektuntersuchung und Maßnahmeprojektierung notwendige Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, die den Denkmal- und Ruinencharakter des Objektes respektieren.
Thema:
Umweltbedingte Pigmentveränderungen der gotischen Ausmalungen in der Burg Ziesar und der Marienkirche Herzberg – Entwicklung eines Konzeptes zur nachhaltigen Konservierung“
Projektleitung FHP: Prof. Dr. Steffen Laue
Kooperationspartner:
Dipl.-Rest. Dr. Jan Raue
Dipl.-Rest. Wilfried Sitte
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
Institut für Geowissenschaften, Universität Potsdam
Amtliche Materialprüfanstalt der Freien Hansestadt Bremen
Laufzeit: 2005-2009
Finanzierung: DBU-Forschungsprojekt AZ 23367-45
Veröffentlichung: im November 2009
In der Kapelle und im Palas der ehemaligen Bischofsresidenz Ziesar sind mittelalterliche Wand- und Gewölbemalereien aus der Zeit um 1470 bis 1500 erhalten geblieben. Große Teile dieser Malerei waren nach der Aufhebung des Bischofssitzes im Zuge der Reformation und anderweitiger späterer Nutzungen für lange Zeit übertüncht gewesen. Seit 1862 sind Freilegungen von Teilbereichen sowie Ergänzungen und Restaurierungen in mehreren Überarbeitungsphasen belegt. Bei den 1993/94 durchgeführten Untersuchungen wurden eine Vielzahl unterschiedlicher Pigmentveränderungen festgestellt, welche im Rahmen der letzten umfassenden Restaurierung (1952) nicht erkannt wurden und zu Fehlinterpretationen bezüglich der ursprünglichen Farbigkeit geführt haben.
Im Rahmen des laufenden DBU-Projekts sollen die Pigmentveränderungen dokumentiert, verifiziert und mikroanalytisch untersucht werden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen nachhaltige Konservierungstechnologien entwickelt werden und modellhaft an den beiden Objekten umgesetzt werden.
Thema:
Detektierung historischer, synthetischer Bindemittel sowie Entwicklung und Evaluation neuer Konservierungsmittel und Schutzsysteme auf Polymerbasis für die Brandenburger Bau- und Kulturlandschaft
Projektleitung FHP: Prof. Dr. Steffen Laue
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:
Dipl.-Chem. Christine Fuchs (›c.fuchs(AT)fh-potsdam.de)
Dipl.-Rest. Katja Schmeikal (›schmeikal(AT)fh-potsdam.de)
Dipl.-Rest. Sandra Schorbach (›schorbach(AT)fh-potsdam.de)
Kooperationspartner:
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Museum
Landesdenkmalamt Berlin
Prignitzer Institut für Thermoanalytik e.V. (PIT), Wittenberge
Universität Potsdam, Institut für Chemie und Institut für Geowissenschaften
Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. (IDK)
Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Allresist GmbH, Strausberg<//font>
LAFAZIT GmbH, Zittau
Laufzeit: 2009 - 2010
Finanzierung:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Konservierungsmittel auf Polymerbasis (synthetische organische Materialien)sind seit ihrer Einführung Anfang des 20. Jh. zum Kleben, Ergänzen, Festigen und Beschichten historischer Materialien im Bereich Kunst- und Kulturgut eingesetzt bzw. ausprobiert worden. Die Verwendung dieser Bindemittel bis ca. 1990 ist häufig leider unzureichend dokumentiert, d.h. es ist bzgl. vieler Objekte bis heute nicht bekannt, was für Materialien eingesetzt worden sind. Diese Kenntnis ist allerdings eine grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Konservierung und Restaurierung der Objekte und Bauten.
Vor diesem Hintergrund ist die Identifizierung ausgewählter Bindemittel auf Polymerbasis von Kunst und Kulturgütern das erste Ziel des geplanten Projekts. Aufgrund ihrer Alterung (Umwandlung infolge von Lichteinfluss und Oxidationsprozessen) ist die Ermittlung der polymeren Bindemittel trotz ausreichend zur Verfügung stehender Geräte, eine komplizierte Aufgabe, die eine systematische Methodenentwicklung voraussetzt.
In der ersten Phase des Projekts sollen für die Zielstellung geeignete Objekte aus den Ländern Brandenburg und Berlin sowie den benachbarten Bundesländern recherchiert werden, bei denen ein Kunstharzeinsatz bekannt ist (in Kooperation mit den jeweiligen Landesämtern für Denkmalpflege). Eventuell ist bei einigen Objekten bekannt, was eingesetzt worden ist.
Falls es möglich ist, von ausgewählten Objekten Proben nehmen zu dürfen, sollen die historischen polymeren Bindemittel mit Hilfe verschiedener Untersuchungsmethoden identifiziert werden, u. a. mittels Mikroskopie, Mikrochemie, FT-IR-Mikroskopie und -Spektroskopie, Chromatographie [IC, HPLC] (FH Potsdam), Thermoanalytik (Prignitzer Institut für Thermoanalytik e.V., PIT), Raman-Spektroskopie und Rasterelektronenmikroskopie (Universität Potsdam).
Nach Ermittlung der Bindemittel sowie Begutachtung und Bewertung des Erhalts der Objekte und ihrer eventuell aus der Anwendung polymerer Bindemittel resultierenden Schäden ist das Ziel des zweiten Projektabschnitts, in Kooperation mit der Chemieindustrie bewährte Konservierungsmittel zu modifizieren bzw. evtl. neue Konservierungsmittel und Beschichtungssysteme zu entwickeln, sie auf ihre Eigenschaften hin zu prüfen und auf ihre Anwendung zu erproben.
letzte Änderung: 22.09.2009 ›Dr. Peter Kozub ›Impressum ›Druckversion

