Geschichte der FH Potsdam

Der Campus der FH Potsdam entstand auf einem der vielen Kasernengelände auf dem Bornstedter Feld im Norden Potsdams, das Mitte des 18. Jahrhunderts als größter Exerzierplatz der Garnison galt. In der 1935 errichteten "Adolf-Hitler-Kaserne" war das 2. Bataillon des 9. Infanterieregiments stationiert. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges plante die Stadt 1947, Wohnungen und Industriebetriebe anzusiedeln. Dies wurde jedoch nicht realisiert, da sowjetische Truppen das Gelände weiterhin militärisch nutzten. Bis zum Abzug der russischen Truppen 1993 blieb das Gebiet verschlossen.

Die Fachhochschule Potsdam ermöglichte daher mit ihrem Campus die Schaffung eines neuen Stadtteils, in dem die Hochschule ein zentraler Bereich ist. Heute liegt der Campus im Übergang zwischen altem Stadtzentrum und neuem Stadtquartier, das mittlerweile auf dem Bornstedter Feld gewachsen ist. Auf einem Teil dieses Geländes fand 2001 die Bundesgartenschau statt; seitdem liegt in unmittelbarer Nähe des Campus der Volkspark.

Wichtige Entwicklungsschritte im Überblick

2010 - heute

Das neue Jahrzehnt beginnt mit der Übertragung des Berufungsrechtes auf die Fachhochschule Potsdam. Zudem wird das Innovationskolleg gegründet und das InterFlex-Programm zur Förderung der Exzellenz in der Lehre sowie ein Jahr später der Masterstudiengangs Informationswissenschaften gestartet. Einen weiteren Grund zum Feiern gibt es auch: Die FH Potsdam blickte mit einer Festwoche auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück.

2013 erfolgt ein Wechsel an der Spitze der Hochschulleitung: Prof. Dr. Eckehard Binas übernimmt das Amt des Präsidenten. Im selben Jahr wird der Usbekisch-Deutsche Masterstudiengang für Bauerhaltung und Denkmalpflege in Taschkent eröffnet und die FHP gewinnt mit „The Future of Storytelling“ im MOOC-Wettbewerb.

Die Gestaltung des Forschungsfensters im Bildungsforum Potsdam durch Studierende der FHP  sowie die Eröffnung des neuen Seminargebäudes bilden 2014 zwei Highlights. Zudem wird die Förderung der Forschung an der FHP durch Forschungsprofessuren gestärkt.

2000-2009

Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends wuchs das Studienangebot an der FH weiter: der Modellstudiengang Europäische Medienwissenschaft kam hinzu. Außerdem verstetigte sich der Modellstudiengang Kulturarbeit und die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe Civitas wurde eingeführt. Es folgte zudem die Verabschiedung des Entwicklungskonzeptes der FHP.

2001 - die FH Potsdam konnte bereits ihr 10-jähriges Jubiläum feiern - übernahm mit Professor Dr. Helene Kleine eine Rektorin die Geschicke der Hochschule. In diesem Jahr erfolgte auch die Gründung des Brandenburgischen Instituts für Existenzgründung und Mittelstandsförderung BIEM, ein Jahr danach die der Zentralen Einrichtung Weiterbildung (ZEW). 2002 startete auch das Programm „BEGiN - BrandenburgerExistenzGründungsINitiative“.

2003 erfolgte dann die Abschlussbericht der externen Evaluation aller Studiengänge durch die ZEvA sowie die Eröffnung des Labor- und Werkstattgebäudes. Es folgten die Einführung des Bachelor- und Masterabschlusses im Studiengang Architektur und Städtebau sowie des Masterabschlusses in den Studiengängen Design und Europäische Medienwissenschaft. Und eine Reihe neuer Studiengänge wurde gestartet: Interface­design und Metallkonservierung, der Fernstudiengang Soziale Arbeit und der Masterstudiengang Bauerhaltung (2004) sowie 2005 der Bachelorstudiengangs Bildung und Erziehung in der Kindheit. In dasselbe Jahr fällt die Eröffnung des Raums für Kinder als Möglichkeit für Studierende, Kindertagespflege auf dem Campus anzubieten. Das IID – Institut für Information und Dokumentation erhält ein Qualitätssiegel.

2006 erfolgt die Grundsteinlegung des Hauptgebäudes am Campus Kiepenheueralle. Der Studiengangs Interfacedesign wird als Ort im Land der Ideen ausgezeichnet und mit APPLAUS die Präsentation Potsdamer Abschlussarbeiten des FB Designins Leben gerufen. Außerdem startet der konsekutive Masterstudiengangs Soziale Arbeit, Schwerpunkt Familie. Die FHP feiert zudem 10 Jahre Fachtagung Holzbau Berlin/Brandenburg an der FHP sowie die Gründung BIEM als landesweiten Verein.

2007 findet ein Wechsel an der Spitze statt: Prof. Dr.-Ing. Johannes Vielhaber übernimmt als Rektor. Das Richtfest des Hauptgebäudes wird gefeiert sowie 10 Jahre Elternberatung „Vom Säugling zum Kleinkind“ sowie die Usbekisch-deutsche Sommerakademie Baudenkmalpflege. Die Verabschiedung des Strukturentwicklungsplans „StEP 2015“ der Hochschule im Jahr darauf sowie die Auszeichnung der Hochschule als „Ort für Familien“ machen stolz. Zudem startet der Masterstudiengang  Bauforschung und ermöglicht Forschen in Architektur, Bauingenieurwesen oder Restaurierung.

2009 eröffnet das neue Hauptgebäudes auf dem Campus Kiepenheuerallee. Die FH Potsdam wird im Wettbewerb „Exzellente Lehre“ ausgezeichnet. Und wieder wird ein Studiengang gestartet. Dieses Mal ist es der Masterstudiengang Archivwissenschaften.

1990-1999

Die Geschichte der heutigen FH Potsdam beginnt mit ihrer Gründung im Jahr 1991. Die ersten Studierenden können im Fachbereich Sozialwesen immatrikuliert werden (im damaligen Standort in Neufahrland). Es folgt der Einzug in das ehemalige Institut für Lehrerbildung an der Friedrich-Ebert-Straße. Mit der Bestellung von Prof. Dr. Helmut Knüppel als Gründungsrektor und der Konstituierung des Gründungssenats nimmt die FHP ihre Arbeit auf.

Nur ein Jahr später wird in den Fachbereichen Architektur, Design, Bauingenieurwesen und Archiv-Bibliothek-Dokumentation die ersten Studierenden willkommen geheißen.1993 sind dann mit der Ernennung von Volker Bley zum Kanzler der Hochschule, der Gründung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Fachhochschule Potsdam e.V. und der Verabschiedung der vorläufigen Grundordnung der Fachhochschule Potsdam weitere wichtige Schritte geschafft.

Mit dem Einzug der Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen und Design auf den heutigen Campus Kiepenheuerallee und der Gründung des Instituts für Fortbildung, Forschung und Entwicklung e.V. 1994 sind dann die ersten Fachbereiche an dem Ort, an den bis 2017 alle Fachbereiche der FH Potsdam ihren Platz haben sollen. Im Jahr darauf erfolgt auch der Umzug der Hochschulleitung und -verwaltung sowie der Start im Modellstudiengang Kulturarbeit und im Studiengang Restaurierung.

1999 wird dann die Eröffnung des Internationalen Begegnungszentrums der Wissenschaften Potsdam auf dem Campus gefeiert.

Zustand der Gebäude auf dem heutigen FHP-Campus Anfang der 90er Jahre.